Held:innen der Energiewende bei der Experimentiermeile 2026
Held:innen der Energiewende bei der Experimentiermeile 2026

Handwerk trifft Wissenschaft: Held:innen der Energiewende bei der Experimentiermeile 2026

Am 18. September 2026 waren wir mit unserem Projekt Held:innen der Energiewende (kurz: HeldinEn) auf der Experimentiermeile in Osnabrück vertreten. Die von der Universität Osnabrück organisierte Veranstaltung bringt Schüler:innen, Studierende, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weitere Akteur:innen zusammen, um Naturwissenschaften, Technik und Innovationen erlebbar zu machen. Ziel ist es, Menschen für MINT-Themen zu begeistern und den gesamten Bildungs- und Berufsweg in den Naturwissenschaften sichtbar zu machen – von der frühen Bildung über Schule und Universität bis hin zur Ausbildung und beruflichen Praxis.

Für einen Tag verwandelte sich der Ledenhof in der Osnabrücker Innenstadt in ein großes Freiluftlabor. Zahlreiche Aussteller präsentierten spannende Experimente, Mitmachangebote und Einblicke in ihre Arbeit. Auch wir waren mit einem praxisnahen Experiment vor Ort und zeigten, wie wichtig naturwissenschaftliche Grundlagen für das Handwerk sind.

Im Mittelpunkt unseres Standes stand ein selbst konstruierter Flaschenzug mit 8-facher Umlenkung. Mit diesem Experiment machten wir anschaulich, wie physikalische Grundgesetze die tägliche Arbeit auf Baustellen und in Handwerksbetrieben erleichtern. Durch die 8-fache Umlenkung wird die benötigte Zugkraft deutlich reduziert. Vereinfacht gesagt: Um dieselbe Last anzuheben, muss wesentlich weniger Kraft aufgewendet werden als ohne Umlenkung.

Genau dieses Prinzip kommt im Alltag häufig zum Einsatz. Ob beim Transport von Sackware in höhere Stockwerke, beim Anheben von Baumaterialien wie Steinen oder Werkzeugen auf Gerüsten oder beim Bewegen schwerer Lasten auf Baustellen – physikalische Gesetzmäßigkeiten helfen dabei, Arbeit sicherer, effizienter und kraftsparender zu gestalten. Der Flaschenzug zeigt, dass hinter vielen handwerklichen Tätigkeiten wissenschaftliche Erkenntnisse stecken, die täglich genutzt werden.

Damit die Wirkung des Experiments unmittelbar erfahrbar wurde, konnten Besucher:innen selbst aktiv werden. An unserem Stand standen zwei jeweils rund 50 Kilogramm schwere Betonwürfel bereit. Einer der Würfel war direkt befestigt, während der zweite über die 8-fache Umlenkung des Flaschenzuges bewegt werden konnte. So ließ sich unmittelbar vergleichen, wie stark sich die benötigte Zugkraft durch die Umlenkung verändert. Viele Schüler:innen und Besucher:innen waren überrascht, wie leicht sich die Last mithilfe des Flaschenzugs bewegen ließ und wie groß der Unterschied zur direkten Belastung ausfällt.

Begleitet wurde das Experiment von unserem Handwerksmeister für den Bereich Bau, Uwe Klenke, der die Versuchsdurchführungen gemeinsam mit den Besucher:innen betreute und zahlreiche Fragen beantwortete. „Handwerk ist unglaublich vielfältig und stellt uns jeden Tag vor neue Herausforderungen. Naturwissenschaftliche Grundlagen helfen dabei, praktische Lösungen zu entwickeln und viele Aufgaben effizient und sicher zu bewältigen. Genau das möchten wir jungen Menschen mit unserem Experiment zeigen.“

Die vielen interessierten Gespräche, neugierigen Nachfragen und positiven Rückmeldungen zeigten, wie groß das Interesse an der Verbindung von Wissenschaft und handwerklicher Praxis ist. Für viele Besucher:innen wurde deutlich, dass Innovation nicht nur in Laboren entsteht, sondern auch auf Baustellen, in Werkstätten und in modernen Handwerksbetrieben tagtäglich gelebt wird.

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Ihre Ansprechpartner:innen

  • Marco Hajart

    • Wissenschaftliche Begleitung FBH
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  • Uwe Klenke

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  • Heike Plogmann

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