Besuch von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter bei Held:innen der Energiewende
Die Osnabrücker Oberbürgermeisterin Katharina Pötter besuchte die Werkstätten im Stadtteil Schinkel im Rahmen unseres Projekts Held:innen der Energiewende (HeldinEn). Nach der Begrüßung durch den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Sven Ruschhaupt, stellte Projektleiterin Heike Fischer die Ziele und Schwerpunkte des Projekts vor.
HeldinEn verfolgt das Ziel, Arbeits- und Fachkräfte für klimarelevante Handwerksberufe in der Region Osnabrück zu gewinnen, zu qualifizieren und langfristig zu binden. Gleichzeitig soll die berufliche Bildung gestärkt und die Energiewende in der Region aktiv mitgestaltet werden.
„Das Projekt ist für die Region von großer Bedeutung, weil die entwickelten Ansätze gezielt auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten sind. Besonders wichtig ist es, dass erfolgreiche Maßnahmen auch über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleiben und nachhaltig in der Region verankert werden“, betonte Projektleiterin Heike Fischer.
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf dem Arbeitspaket „Innovative Berufsorientierung“. Die entwickelten Konzepte und praktischen Angebote werden bereits von zahlreichen Schulen aus Stadt und Landkreis Osnabrück genutzt und ermöglichen Schülerinnen und Schülern einen frühzeitigen, praxisnahen Einblick in verschiedene Handwerksberufe. Darüber hinaus erhielt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter Einblicke in die mobilen Werkstätten des Projekts. Die speziell ausgestatteten Transporter ermöglichen es, praktische Berufsorientierungsangebote direkt an Schulen durchzuführen – unabhängig davon, ob dort geeignete Werk- oder Fachräume vorhanden sind.
Frühzeitig Talente entdecken und stärken
Den ersten Teil der Werkstattführung übernahm Tischlermeister Peter Ostendorf. Er präsentierte verschiedene Werkstücke, die Schüler:innen im Rahmen der Berufsorientierungsangebote selbst anfertigen. Dabei sammeln sie erste praktische Erfahrungen im Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und unterschiedlichen Materialien. Die Teilnehmenden werden dabei durch erfahrene Handwerksmeister begleitet und können ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen entdecken. Peter Ostendorf erläuterte, dass die Berufsorientierung bereits in der Grundschule beginnt und für jede Klassenstufe altersgerechte Angebote entwickelt wurden.
„Es ist nie zu früh, um mit Berufsorientierung anzufangen. Besonders schön ist es zu beobachten, wie junge Menschen an Selbstvertrauen gewinnen, wenn sie etwas mit ihren eigenen Händen geschaffen haben und am Ende ein sichtbares Ergebnis präsentieren können“, sagte Peter Ostendorf.
Praxisnahe Einblicke in verschiedene Gewerke
Im Anschluss stellte Handwerksmeister Uwe Klenke weitere praxisorientierte Angebote vor, die insbesondere für höhere Klassenstufen konzipiert sind. Ein besonderes Highlight ist der Aufbau eines kompletten Badmoduls in einer Projektkabine. Dabei lernen die Schüler:innen verschiedene Tätigkeiten kennen – von der Vorwandmontage und Verrohrung über die Installation eines WC-Elements und eines Waschtischs bis hin zu Verfliesung- und Tapezierarbeiten. Auf diese Weise erhalten die Teilnehmenden gleichzeitig Einblicke in die Gewerke Bau, Ausbau und Versorgungstechnik.
„Es freut mich immer, wenn Schulen uns für die Berufsorientierung mehr Zeit zur Verfügung stellen und wir mit den Schüler:innen in unseren Projektkabinen arbeiten können. Dadurch lernen sie mehrere Gewerke kennen und wir können sie praxisnah über die verschiedenen Handwerksberufe und Karrierewege informieren“, erklärte Uwe Klenke.
Darüber hinaus befinden sich bereits weitere Angebote mit direktem Bezug zur Energiewende in der Entwicklung. Geplant sind unter anderem Projekte mit den Schwerpunkten Wärmepumpentechnik und Klimasplitgeräte, die den Jugendlichen Einblicke in besonders zukunftsrelevante Tätigkeitsfelder ermöglichen sollen.
Wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung
Der Besuch von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter bot Gelegenheit für einen intensiven Austausch über die Herausforderungen und Chancen der Fachkräftesicherung im Handwerk. Gleichzeitig wurde deutlich, welchen wichtigen Beitrag die Berufsorientierung dazu leistet, junge Menschen für klimarelevante Handwerksberufe zu begeistern und die Energiewende in der Region aktiv voranzubringen.
Das Projekt Held:innen der Energiewende zeigt dabei, wie praxisnahe Berufsorientierung, regionale Zusammenarbeit und innovative Bildungsangebote erfolgreich miteinander verbunden werden können.

